Das Bett - Eine kleine Entstehungsgeschichte
Bereits in der Antike tauchte das Bett auf. Im alten Ägypten schlief man auf kunstvoll verzierten Liegen. Römer und Griechen nutzten diese Art der Liegen später auch als Untergrund zu Tisch, denn bis in das 19. Jahrhundert war es üblich bei den Mahlzeiten zu Tisch zu liegen.
Betten wurden damals im Gegensatz zu heute aufwändig geschmückt und mit wertvollen Steinen besetzt. Moskitonetze waren nötig, da die Wohn- und Schlafräume nicht wie wir es gewöhnt sind abgeschlossen oder gar klimatisiert sind.
Es entstanden gerade durch die Römer unterschiedliche Typen von Betten, die für den Zweck entsprechend gefertigt wurden. So gab es beispielsweise neben dem Schlafbett schon das Ehebett, das Paradebett der Toten, das Ruhebett zum Lesen oder Meditieren und das sofaartige Speisebett.
Betten waren zu diesen Zeiten der reichen Oberschicht vorbehalten. Für die breite Masse der Bevölkerung waren Betten purer Luxus. Sie schliefen auf dem Boden und hatten meist nur einfache Lager aus Strohsäcken oder Matratzen.
Mit weniger Luxus ausgestattet, waren die Betten des wohlhabenden Normalbürger. Allmählich veränderte sich die Form des Bettgestells. Nach und nach wurde die Form auf das Nötigste reduziert und es entstand das einfache Kastenbett. Die aufgestapelten Stoffstücke, die zum Wärmen genutzt wurden, wichen den schweren und dicken Federbetten. Aufwändige Verzierungen verschwanden nach und nach. So wurde das Bett in Serie produziert und war endlich für Jedermann erschwinglich. Inzwischen sind Schlafkomfort und ergonomische Askpekte in den Vordergrund gerückt und Betten bestehen in der Regel nur noch aus Holz und Metallteilen. Stabilität und schlichtes Design prägen die heutigen Formen.
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